Functional Training erklärt

Functional training erklärt – Teil 3

Skelett- und Nervensystem

Nachdem im letzten Beitrag die Muskulatur behandelt worden ist, kommen wir heute zum Skelett- und Nervensystem.

zentrales Nervensystem
Skelett- und Nervensystem

Das Skelettsystem

Auch wenn Skelette manchmal den Tod und unheimliche, angsteinflößende Dinge symbolisieren, ist das Skelett doch eines der Systeme, das dem Körper Leben verleiht. Im Gegensatz
zu anderen lebenden Organen sind Knochen fest und stark, haben jedoch ihre eigenen Blut- und Lymphgefäße sowie Nerven.

Knochen bestehen aus zwei verschiedenen Gewebearten:
❱❱ Kompaktes Knochengewebe: Dieses massive, dichte Gewebe bildet die äußere Schicht der meisten Knochen und den Schaft langer Knochen, wie denen in den Armen und Beinen. In diesem Gewebe befinden sich Nerven und Blutgefäße.
❱❱ Schwammartiges Knochengewebe: Dieses Gewebe besteht aus kleineren Knochenbälkchen, zwischen denen sich rotes Knochenmark befindet. Man findet es an den Enden langer Knochen, z. B. dem Kopf des Oberschenkelknochens, und im Inneren anderer Knochen.

Der ausgewachsene Mensch verfügt über 206 Knochen, von denen sich nahezu 50 % in den Händen und Füßen befinden. Gelenke oder Fugen verbinden die Knochen miteinander und verleihen unserem Körper Stabilität und Schutz für alle inneren Organe. Bei den Gelenken unterscheidet man bindegewebige oder knöcherne Gelenke, die sich kaum oder gar nicht bewegen lassen, und echte Gelenke, die je nach Gelenkart unterschiedliche Bewegungsweiten zulassen.

Viele Gelenke können sich gleichzeitig in allen drei Ebenen bewegen. Ein Gelenk kann beispielsweise gleichzeitig gebeugt, zum Körper gezogen und nach innen gedreht werden. Sogar die kleinen Gelenke im Fußgelenkkomplex können Bewegungen durchführen, derer man sich vielleicht gar nicht bewusst ist. Die folgende Tabelle soll helfen, funktionale Bewegungen besser zu verstehen.

Der Bezug zum Trianing – Was ist wichtig?

Aus anatomischen Gründen bilden die Gelenke die Schwachstellen des menschlichen Körpers. Die Stabilität, Mobilität und die muskuläre Steuerung der Gelenke sollte somit im Training Berücksichtigung finden. Dabei bildet die gelenkumgreifende Muskulatur eine Art „Schutzmantel“, der bei guter, neuromuskulärer Kontrolle Verletzungen und Überbelastungen minimieren oder sogar verhindern kann.

 

Das Zentrale Nervensystem

Das zentrale Nervensystem besteht aus dem Gehirn, dem Rückenmark und einem komplexen Neuronennetzwerk. Dieses System ist für die Übermittlung, den Empfang und die Interpretation von Informationen aus allen Körperteilen zuständig. Das Nervensystem überwacht und koordiniert die Funktion der inneren Organe und reagiert auf Veränderungen in der Außenwelt. Es kann in zwei Teile untergliedert werden: das zentrale Nervensystem und das periphere Nervensystem.

Das zentrale Nervensystem (ZNS) ist das Verarbeitungszentrum des Nervensystems. Es empfängt Informationen vom peripheren Nervensystem und übermittelt Informationen an das periphere Nervensystem. Die beiden Hauptorgane des ZNS sind das Gehirn un das Rückenmark. Das Gehirn verarbeitet und interpretiert vom Rückenmark übermittelte Sinnesinformationen.

 

Das Nervensystem

Das Nervensystem ist ein komplexes Netzwerk aus Nerven und Zellen, die Botschaften zu Gehirn und Rückenmark und von Gehirn und Rückenmark zu anderen Körperteilen transportieren.

Vereinfachte Darstellung des sensomotorischen Regelkreises nach Bruhn & Gollhofer (2001, S. 66)

Das Nervensystem beinhaltet sowohl das zentrale als auch das periphere Nervensystem. Das zentrale Nervensystem besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark und das periphere Nervensystem besteht aus dem somatischen und dem vegetativen Nervensystem. Die neuromuskuläre Kontrolle hat großen Einfluss auf die Bewegungsqualität. Ist sie gestört, kann es zu fehlerhaften und oder unökonomischen Bewegungsausführungen kommen. Diese können auf lange Sicht leistungsmindernd wirken oder sogar zu Verletzungen führen. Ein sensomotorisches Training kann dies in vielen Fällen verhindern.

 

In der nächsten Woche geht´s and die Grundlagen von Functional Training.

Ein paar Übungen findest du hier:

Außerdem findest du alles zu Functional Training in meinem Buch Functional Fitness That‘s it!

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