Functional Training Erklärt

Functional Training Erklärt – Teil 9

Kleingeräte

Trainingstrends und Kleingeräte kommen und verschwinden ganz schnell, doch welche bleiben? Welche der angepriesenen Kleingeräte sind wirklich effektiv und hilfreich mit euren Kunden? Ein Trainingsgerät ist nur effektiv, wenn es adäquat und individuell angeleitet wird. Es muss somit – genau wie der Trainingsplan – für die entsprechende Person bewusst ausgewählt werden. Du kannst für deine Kunden mit deren individuellen „Problemen“ und Diagnosen das optimale Training erstellen und entscheiden, welches Produkt effektiv ist, vorausgesetzt, du hast die Kleingeräte vorab selbst aktiv kennengelernt. Kleingeräte wirken oft wie Spielzeug und können so – auf sympathische Art und Weise – einen schnellen Zugang zu den Kunden schaffen. Nur was Spaß macht, wird auch dauerhaft fortgeführt. Kleingeräte können dir und deinen Kunden neue Motivation geben und eine Intensivierung und Modifizierung der Übungen ermöglichen.

Durch den gezielten Einsatz von Kleingeräten kannst du:
❱❱ Kompensationen verhindern,
❱❱ Korrekturübungen durchführen,
❱❱ neue Reize setzen,
❱❱ die funktionale Beanspruchung erhöhen,
❱❱ Abwechslung und Kreativität erzeugen.

Meine Lieblingsgeräte im Training sind elastische Widerstände (Bänder, Loops, Tubes), Gewichte, Seile und labile Unterlagen.

Elastische Widerstände

Bänder sind bisher beim funktionalen Training als Übungsgeräte weit unterschätzt worden. Ihre begrenzt erscheinende Anwendung im Bereich der Rehabilitation ist nicht repräsentativ für ihr wirkliches Potenzial. So stellt z. B. das Laufen auf der Stelle gegen Widerstand sowohl eine Erweiterung des Powertrainings als auch des aeroben Programms dar. Im Koordinations- und Krafttraining kannst du für jeden Kunden die Intensität auswählen, die für das jeweilige Trainingsziel oder die jeweilige Zielgruppe geeignet ist. Kaum ein Produkt ist so vielseitig und flexibel einsetzbar wie der elastische Widerstand. Zudem gibt es viele Fallstudien, die einmal mehr belegen, dass Widerstandstraining in keinem Functional Training fehlen sollte.

(Medizin-) Bälle und Gewichte


Moderne Medizinbälle sind aus Gummi, haben unterschiedliche Größen und Gewichte, Griffe und integrierte Seile. Dadurch, dass der ganze Körper benutzt wird, kann das Medizinballtraining die gesamte kinetische Kette ansprechen. Die Bälle können als Gewichte benutzt werden, um jegliche Art von Übungen zu intensivieren. Man kann auch ein asymmetrisches und instabiles Trainingsumfeld schaffen. Nur die Vorstellungskraft des Trainers ist die limitierende Grenze, bei der Erstellung eines Trainingsprogramms. Als ideales Trainingsgerät im Bereich Gleichgewicht und Stabilisierung nutze ich die großen Fitnessbälle und den BOSU® Balance Trainer. Wenn auch viele der Übungen nicht aussehen wie alltägliche Bewegungen, eignen sich die Stabilisierungsanforderungen dieser Übungen doch gut, um wichtige Alltags- und Sportmuster zu trainieren, die für die Stabilität wichtig sind. Der begrenzende Faktor beim Training mit diesen Kleingeräten ist die richtige Art der Stabilisierung und nicht die Ausübung maximaler Kraft.

Der Markt bietet ständig „neues Spielzeug“, mit dem neue Motivation geschaffen und neue Trainingsreize gesetzt werden können. Dabei sollte dein oberster Leitsatz im Einsatz von Kleingeräten sein: „Individuelle Geräte für individuelle Kunden!“

Hier findest du eine Übersicht zu allen Themen aus meiner Reihe „Functional Fitness erklärt“:

Ein paar weitere Übungen findest du hier:

Außerdem findest du alles zu Functional Training in meinem Buch Functional Fitness That‘s it! 

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