Ernährungsformen zum Abnehmen im Test

Ernährungsformen zum Abnehmen im Test

 

Abnehmen leicht gemacht! Ohne Hunger! Wie erreichen wir das? Schließlich sind wir im Kaloriendefizit und berauben unseren Körper täglich seiner notwendigen Energie. Ich stelle euch Ernährungsformen zum Abnehmen im Test vor und beantworte eure Fragen.

Es gibt verschiedene Ernährungsformen, die dich satt machen können und trotzdem die Pfunde purzeln lassen.

Ich predige immer eure Ernährung möglichst ausgewogen und natürlich zu gestalten und vor Allem auf euren Körper zu hören. Probiert aus, womit ihr am besten euer Ziel erreichen könnt und was euch in der Abnehmphase am längsten sättigt. So wie jeder Geschmack sich unterscheidet, unterscheidet sich auch jeder Körper. Sich wohlzufühlen ist das A und O jeder Diät.

Hier habe ich einige der bekanntesten Ernährungsformen für euch aufgelistet, die ihr direkt testen könnt:

Diätform Kohlenhydrate Proteine Fette
Low Carb – 50g – 120g – viel Protein – viel Fett
Slow Carb – ausschließlich komplexe Kohlenhydrate, hier wichtig glykämischer Index – viel Protein – viel Fett
Low Fat – große Menge Kohlenhydrate – große Menge Eiweiße – Alle Nahrungsmittel mit mehr als 30% Fettgehalt sind tabu
Carb Cycling – Kohlenhydratmenge abhängig von Trainingstagen – Proteinmenge abhängig von Trainingstagen – Fettzufuhr abhängig von Trainingstagen

Vor- und Nachteile der Ernährungsformen

Low Carb

Bei einer Low Carb Ernährung liegt der Fokus auf einer verringerten Kohlenhydratzufuhr. In den ersten Tagen der Umstellung verliert der Körper schnell die ersten Pfunde durch das Wegfallen der Wassereinlagerungen. Für die folgenden Tage bewirkt eine Reduzierung an Kohlenhydraten einen schnelleren Fettabbau. Es gibt die Low Carb Ernährung in verschiedenen Formen und Modifikationen, davon abhängig ist auch die Menge an Kohlenhydraten, die man täglich essen darf.

Kohlenhydrate sind wichtige Energielieferanten unseres Körper und unserer Muskeln. Diese zu reduzieren kann bei dem ein oder anderen zu Antriebslosigkeit, Trägheit oder gar Depressionen führen. Je länger man darauf verzichtet, umso stärker kann das Verlangen gerade nach einfachen Kohlenhydraten wie Weizenmehlprodukte und Süßem werden – Heißhungerattacken sind die Folge. Diese können, müssen aber nicht eintreten.

Ich ernähre mich in der Diätphase zum Teil Low Carb und hatte mit aufkommenden Gelüsten nach Süßigkeiten nicht zu kämpfen. Der Zuckerverzicht und die Reduzierung an Kohlenhydraten haben bei mir eher das Gegenteil bewirkt: Die Lust nach Naschereien schwand immer mehr und auch Trägheit gehörte nicht zu den befürchteten Folgen. Die erhöhte Zufuhr an Ballaststoffen und Proteinen hält zudem lange satt.

Ganz klarer Nachteil hier auch für diejenigen, die gut auf eine Low Carb Ernährung reagieren: Man ist sehr eingeschränkt in der Auswahl seiner Lebensmittel und läuft Gefahr eines erhöhten Fleischkonsums. Die Einseitigkeit in dieser Ernährungsform kann bei falscher Lebensmittelauswahl Mangelerscheinungen begünstigen – Planung ist angesagt!

 

Slow Carb

Slow Carb setzt auf eine ausgewogene Ernährung mit ausschließlich komplexen Kohlenhydraten. Hier wird nicht die Menge reduziert, sondern die kurzkettigen durch langkettige Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämischen Wert, der den Blutzuckerspiegel konstant tief hält, ausgetauscht. Zum Beispiel: Süßkartoffeln, Naturreis, Quinoa, Buchweizen, Vollkornmehl.

Der Körper ist versorgt mit allen Nährstoffen, die er braucht und man ist in seiner Lebensmittel und Rezeptwahl nicht eingeschränkt. Es gibt inzwischen für alle einfachen Kohlenhydrate wie Mehl, Reis und Nudeln eine gesunde komplexe Variante. Ein Rezeptvorschlag dazu von mir: Pancakes mit verschiedenen Mehlsorten.

Es ist nicht nur die natürlichste Ernährungsform aus der Liste, sie ist auch am einfachsten in den Alltag zu integrieren. Viele Restaurants bieten inzwischen Vollkornvarinaten zu den gängigen Beilagen an. Meine persönliche Erfahrung mit Slow Carb fällt in der Muskelaufbauphase absolut positiv aus, in der Diät verführt es mich eher zu Hungerattacken. Den Blutzuckerspiegel mit Low Carb noch niedriger zu halten hat sich bei mir als die bessere Methode bewährt.

 

Low Fat

Fettminimierung steht bei der Low Fat Ernährung im Vordergrund. Alle Lebensmittel mit mehr als 30% Fett werden von der Liste gestrichen. Das kann dazu führen, dass verstärkt auf fettreduzierte Lebensmitteln zurückgegriffen wird, die in der Regel mit viel Zucker angereichert sind, um den gewünschten Geschmack zu erreichen. Fett ist einer der wichtigsten Energielieferaten unseres Körper und ein wichtiger Geschmacksträger unserer Mahlzeiten. Gerade gesunde Fette wie in Nüssen, Fischölen, Avocados, gesunde ungesättigte Fettsäuren werden nicht zu Genüge dem Körper zugeführt. Hungergefühle wegen der fehlenden Sättigung durch Fette können ebenfalls auftreten.

Diese Form der Ernährung habe ich bisher noch nicht ausprobiert und kann sie euch aufgrund des radikalen Ausschlusses vieler Mineralstoffe und Vitamine aus gesunden Fettsäuren nicht empfehlen. Zu wenig Fett kann Mangelerscheinung im Körper auslösen!

 

Carb Cycling

Carb Cycling sieht eine Anpassung der Menge an Kohlenhydraten und Proteinen, die man täglich zu sich nimmt, an das ausgeübte Training vor. An Workout Tagen werden mehr Kohlenhydrate gegessen, an den restlichen Tagen wird mehr auf Proteine und Fette zurückgegriffen. Auch hier sollte man die Menge an seine eigenen Bedürfnissen und der Intensität des Trainings anpassen. So stellt man den Muskeln an anstrengenden Tagen eine ausreichende Versorgung an Kohlenhydraten sicher. An Ruhetagen wird die Energie nicht gebraucht und so reduziert man entsprechend die Zufuhr.

Hier seid ihr in eurer Auswahl nicht eingeschränkt. Ihr könnt an den restlichen Tagen leckere Low Carb Rezepte zaubern, an Trainingstagen euren Gelüsten nach Kohlenhydraten nachgehen. Hier bitte euer Ziel – Muskelaufbau oder -definition nicht außer Acht lassen!

 

Nächste Woche:

Bald ist es wieder soweit – die mit rund 700 Ausstellern weltgrößte Fitnessmesse FIBO kommt wieder nach Köln! Ihr seid dieses Jahr nicht dabei? Ich sorge dafür, dass ihr trotzdem nichts verpasst! Dieses Jahr werde ich als Besucher unterwegs sein und mich mit den neusten Trends und Innovationen aus dem Bereich Gesundheit, Fitness und Bodybuilding vertraut machen. Erfahrungsbericht folgt im nächsten Eintrag – ihr dürft gespannt sein 🙂

Mehr Trends, Tipps und Ideen von mir findet ihr auf Instagram @karrys.art.of.fitness.
– schaut vorbei! Freue mich auf euch

Eure Karina

 

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